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Online-Ratgeber Ausbildung Theaterpädagogik

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Ein neues Selbstverständnis der Theaterpädagogik?

Die Theaterpädagogik unterscheidet sich heute sehr grundsätzlich von der „klassischen“ Pädagogik (Sonder-, Sozial-, Schulpädagogik. etc.).

In der Theaterpädagogik geht es nicht immer (nur) ums Theaterspielen, aber immer um theatrale Prozesse, das heißt am Ende: um Kunst.

Und zwar nicht nur im Sinne eines Kunstproduktes, das am Ende des Projektes zur Präsentation kommt, sondern in dem Sinne, dass alle theaterpädagoischen Prozesse auch künstlerische Prozesse sind, die vom Leiter gestaltet sein müssen.

Neben einem Verständnis der darstellenden Kunst und der Fähigkeit, Theater zu schaffen sind deshalb Kenntnisse und Zugriff auf die Gruppendynamik sowie Einfühlungsvermögen in Stimmungen, Erwartungen, Stärken und Schwächen der Teilnehmer und der Gruppe unerlässlich.

Wie ein Autor, Musiker, Maler oder Regisseur sich in einen Zustand der empfindsamen Wahrnehmung begeben muss um für sein Werk Inspiration zu finden, so muss der Theaterpädagoge/in sich in einen Zustand der empfindsamen Wahrnehmung und gleichzeitigen Handlungsfähigkeit bringen können, damit er einer Gruppe funktionierende und inspirierende Strukturen zur Verfügung stellen kann.

In der Theaterpädagogik ist es ab einem gewissen Punkt also nicht mehr so sehr entscheidend, welche großartigen Theorien und Konzepte man gebüffelt hat, sondern ob man diese o.g. Fertigkeiten entwickeln konnte und in sich das kreative Potential freisetzen kann, Gruppen in den verschiedensten Arten von Prozessen zu führen und zu unterstützen.

Natürlich braucht man dazu Handwerkszeug (Herangehensweisen, Haltungen, Einstellungen, Übungen, Erfahrung, Hintergrundwissen, Fähigkeit zur Reflektion).

Vieles von dem, was mir persönlich zur Verfügung steht, und damit meine ich nicht nur die Übungen sondern durchaus auch die anderen Kompetenzen, kommt aus praktischen Unterrichten, die ich in den vier Jahren meiner Ausbildung genossen habe, einiges ist der Literatur oder Workshops entnommen, und anderes habe ich im Moment des Unterrichtens gefunden oder in der Unterrichtsvorbereitung entdeckt.

Es gibt gerade durch die Theaterpädagogik durchaus auch praktische Wege, sich das Wesentliche anzueignen.

In den guten Ausbildungen gehört es außerdem zum Konzept, dass der Student sich im Laufe seiner Ausbildung nicht nur fachlich sondern auch im Hinblick auf seine Persönlichkeit bildet, was durch die Unterrichte passiert, wenn man selbst in genau diese Prozesse kommt, die man später für andere gestaltet.

Das ist natürlich nicht immer ganz angenehm/einfach, aber unerlässlich.

Die Persönlichkeit bilden heißt hierbei aufmerksam werden für Stärken und Schwächen die dem zukünftigem Wirken zur Verfügung oder eben im Wege stehen und diese dann entsprechend auszubauen oder zu bewältigen.


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